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    Reise durch England mit   Renate vom 20.Juli bis 12.August 2005        


                                                 St Leonards on Sea
 20.07. 
Flug mit Air Berlin von MS-OS nach London/STD. Nach Übernahme unseres Mietwagens (Opel-Astra) ging es gegen 8.20 Uhr los ins englische Autobahnabenteuer. Außer Staus nichts los. Wir fuhren heute Richtung Südenglische Küste. Zunächst besuchten wir den schönen Scotney Castle Garden bevor wir dann am Nachmittag unser 1.Ziel Hastings / St. Leonards on Sea  erreichten. Dort quartierten wir uns im Grand Hotel (B&B. na ja) ein. Unser Zimmer war sogar mit Blick auf den Ärmelkanal. Abends beim Italiener gegessen und ab in die Betten.


                                                               Brighton

21.07. 
Nach dem Frühstück(internationale Gäste) auf nach Brighton. Unterwegs machten wir Halt bei den bekannten Kreidefelsen Seven Sisters mit einem wunderbaren Ausblick über Meer und Land. In Brighton Lustwandeln auf der Promenade und genüsslich Fish & Ships gegessen. Anschließend weiter nach Bournemouth. Unser gebuchtes Quartier dort war ausgebucht, aber wir wurden stattdessen für 2 Nächte in einem guten Hotel untergebracht.


                                        Robin Hill International Hotel

22.07. 
3Um 9.00 Uhr war Frühstück angesagt. Zunächst ging es dann nach Christchurch um die dortige Kathedrale zu besuchen. Weiter Richtung Lyndhorst. Auf dem Weg dorthin haben wir  in Beaulieu einen weiten Spaziergang im New Forest (wie in der Lüneburger Heide) unternommen und machten einen Stopp in Barton on Sea und Hatched Gate. Dann zurück über Lymington und New Milton nach Bournemouth. Nach einem guten Abendessen im Hotel unternahmen wir noch einen Spaziergang über die Strandpromenade. Nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir noch in den Genuss eines Feuerwerkes.

 23.07. 
Unser heutiges Ziel war Torquay und es hat den ganzen Tag geregnet. Über Dorchester und Honiton besuchten wir das schöne Küstenstädtchen Exmouth. Dort sollte sich eigentlich eine Modelbahnanlage befinden, aber wir haben sie nicht gefunden. Die Fahrt über die englischen Landstraßen war immer ein besonderes Erlebnis. So auch heute. Zu beiden Seiten hohe Hecken, sich in den Kronen berührende Bäume, als wenn  sich ein endlos langer Tunnel auftut. Nur Radfahrer und Fußgänger leben natürlich sehr gefährlich. Bei sehr dichtem Verkehr in Torquay fanden wir dann auch unsere heutige Unterkunft Robin Hill International Hotel (es ist aber nur ein B&B).Beim Abendessen lernten wir noch einen dort arbeitenden Kellner kennen, der in Greven aufgewachsen war.                            

 24.07. 
Am  Morgen zuerst Willi angerufen und zum Geb. gratuliert. Heute führte uns der Weg für zwei Tage nach Falmouth in Cornwell. Unsere Stationen waren Paignton, Totnes, Plymouth, Liskeard und zunächst zum Garten und Burg Lanhydrock. Eine wunderschöne und weitläufige Gartenanlage, die wir eingehend erwandert haben. Über Fowey, dort haben wir uns am Hafen einen Kaffee genehmigt, St.Austell und Truro erreichten wir am Abend unser Ziel. Genächtigt wurde im Hotel (B&B) Lerryn. Zum Abschluss sind wir noch toll Essen gegangen. 

25.07. 
Den heutigen Tag verbrachten wir in Falmouth. Zunächst besuchten wir das National Maritim Museum. Hier sammelten wir viele Informationen über Falmouth. Anschließend  besuchten wir die Trebah-Gärten an der Mündung des Helford-River mit seinen vielen wunderschönen Hortensien und fuhren weiter nach Land’s End. Der Weg führte über sehr schmale, bisweilen nur einspurige, von dichten Hecken gesäumte Strassen. Land’s End mit seinen steilen Klippen ist ein weitläufiges uriges Wandergebiet. Abends unternahmen wir noch einen Bummel am Strand von Falmouth und mit einem kleinen Essen in der Altstadt ging dieser Tag zu Ende.  

26.07. 
Nach Verladen unserer Koffer fuhren wir bei bedecktem Himmel über Redruth nach St. Agnes, bzw. St. Agnes Head. Nach einem Spaziergang durch die Heide hatten wir von Oben einen hervorragenden Ausblick auf die Nordwestküste von Cornwell. Weiter dann über Wadebridge nach Tintagel Head an der Küste mit seinem uralten Postoffice. Von da über Boscastle, Bude, Barnstable, Tiverton und die M5 nach Wellington-Greenham. Übernachtung im alten Herrenhaus Greenham-Hall mit seinen wunderschönen Gärten und Anlagen. Wir hatten ein Riesenzimmer. Die Eigentümerin Mrs. Ayre hat uns freundlicherweise einen Tisch im Global-Inn bestellt, so dass wir in Ruhe Essen gehen konnten. Danach waren wir ziemlich geschafft.



                                                                                           Greenham Hall

27.07. 
Beim Frühstück lernten wir noch Reisende aus dem Harz kennen. Heute ist unser Ziel Cheltenham. Auf dem Weg dorthin machen wir auf Empfehlung von Frau Ayre halt in Wells. Ein wunderschönes Städtchen mit eindrucksvoller Kathedrale und Bischofsgarten. In Bath haben wir uns wegen des schlechten Wetters nur kurz aufgehalten und mit einigen Widerwärtigkeiten wie Staus, erreichten wir dann schließlich Cheltenham. Dort dann nach langwieriger Suche unseren Platz gefunden. Klein, aber fein, bei sehr netten Leuten, auf einem Hügel gelegen. Nach einem tollen Abendessen im Apple Tree Inn war gegen 22.00 Uhr Schlafen angesagt. 

 28.07. 
Am Morgen wurden wir mit Gewitter und Regen geweckt. Die dunklen Wolken verhießen nichts Gutes. Aber die Luft war angenehm warm. Nach einem gemütlichen Frühstück wurde noch ein wenig gelesen. Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, ging es auf zu einem Stadtrundgang in  Cheltenham. Gemütlich ging es durch die Fußgängerzone, bei LIDL einkaufen und zum Garten am Rathausplatz. Dieser wird eingerahmt von einer wunderschönen Häuserzeile aus dem 19. Jahrhundert. In Tewkesbury besuchten wir die dortige Abbey (Holzeisenbahn für Jan Jakob) und nach einem kleinen Rundgang fuhren wir zum Quartier zurück. Unseren Kaffee konnten wir dort bei Sonnenschein im Garten einnehmen

 29.07. 
Nach dem Frühstück bei bedecktem Himmel auf die A40 (Cheltenham) über Gloucester, Ross-on-Wye, Abergavenny nach Brecon. Halt in Monmouth, bei Marks and Spencer etwas eingekauft und eine Stadtbesichtigung unternommen. Vor dem Einchecken im Brynawel Guest House in Brecon haben wir noch eine Wanderung im Brecon Beacons Nationalpark unternommen. Nach dem Abendessen mit Pasta,  Rundgang über die Promenade und beim Feld-Bowling zugeschaut. (ein heißes Spiel).

 30.07.     
Wetter wie gehabt. Weiter die A40 über Llandovery auf die A482 und A487 nach Aberystwyth. Dort nach längerer Parkplatzsuche Bummel am Nordstrand zur Burgruine bei fast schönem Wetter und 20°. Rundum schöne Gegend mit Sanften Hügeln, Weiden mit Hecken und vielen Schafen. Nach kleiner Kaffeepause weiter über Machynlleth auf die A493 die Westküste entlang. Kurzer Stopp in Tywyn.  Regen. Trotzdem weiterhin schöne Fahrt nach Friog (Fairbourne) Unterkunft im Sea View. Auf Empfehlung von John, dem Inhaber,  haben wir in Bryncrug in einem Pup zu Abend gegessen.

 31.07.   
Nach ruhiger Nacht bei Nieselregen weiter immer an der Küste entlang über die A496 (Wales) nach Maentrwog. Weiter über die A4085, A498, A4086 durch den wunderschönen Snowdonia Nationalpark nach Llanberis, um dort das Electric Mountain Kraftwerk zu besuchen. Leider war für die nächsten zwei Stunden nichts zu machen. Also wieder zurück durch dieses schöne Bergwandergebiet (Strasse wie im Ötztal) nach Betws-y-Coed und über die beschauliche B5106 zu unserem heutigen Ziel Conwy. Vor dem Einzug in unsere nicht sehr saubere Unterkunft (Bryn Derwen, rotes Zimmer), haben wir noch Conwy Castle besichtigt. Abendessen gab’s beim Italiener. Super.



 

 

 

 


       Bryn Derwen

 

 

 

 

 
01.08. 
Zum Frühstück wurden wir gerufen. (War uns auch noch nie passiert). Anschließend marschierten wir ins Städtchen. Renate zum Frisör, ich ins Verkehrsamt. Danach haben wir einen Gang über die noch gut erhaltene Stadtmauer unternommen. Anschließend mit unserem Auto zum Bodnant-Garden. Wie fast alle englischen Gärten einfach wunderschön. Nach einem guten Abendessen bei Alfredo haben wir dann noch einen Spaziergang unternommen.

02.08. 
Heute ging’s auf nach Jens, Wiebke und Jann Jakob, die in Hutton Rudby wohnen. Zunächst auf die A53. In St. Asaph einen Stop eingelegt um die dortige Kirche zu besichtigen. Weiter über Chester, Manchester und Leeds, durch York über Helmsley durch die Heide zum Ziel. Um 16.   Uhr konnten wir dann Jens wiedersehen. Wiebke und JJ waren noch unterwegs. Nachdem wir uns viel erzählt und gut zu Abend gegessen hatten, sanken wir müde in die Betten. 

03.08. 
Nach dem Frühstück auf nach Grosmont um mit der North Yorkshire Moors Railway, eine historische Dampfbahn, eine wunderschöne Bummelfahrt durch das Hochmoor nach Pickering und zurück zu unternehmen. Der Rückweg führte uns noch über Whitby. Dort haben wir den berühmten Creamtee probiert und genossen. Den Abend dann mit der Familie verbracht.

 04.08.
Heute war Fauntains-Abbey unser Ziel. Mit Wiebke, Jens und Jakob haben wir einen langen Spaziergang durch die Anlage unternommen. Abends haben wir mit Jens in Stokesley gegessen.

 05.08.
Nachdem wir uns von den Kindern verabschiedet hatten, ging es über die A19 nach Durham. Durham ist wirklich einen Besuch wert. Eine wunderschöne Stadt mit einer sehenswerten Kathedrale. Über Consett und Corbridge erreichten wir die alte Nordgrenze des römischen Reiches, den Hadrian’s Wall. Wir haben das alte  Chesters Fort mit alten Resten der Anlage besucht und sind dann weiter über die A68 nach Edinburgh gefahren. Nach langer Suche und mit Hilfe freundlicher Passanten, fanden wir dann auch unsere Unterkunft, Charlotte House, für die nächsten 2 Tage. Im Balm Well konnten wir, nach alter englischer Sitte, gemütlich zu Abend essen.



                                                                                                      „Grenzübergang“

 
06.08.
Heute wollten wir uns Edinburgh einmal näher ansehen. Es dauert eine Weile, ehe wir die Innenstadt und die Burg erreichen, denn es haben die Musikwochen begonnen. Ein kunterbuntes Völkergemisch umgibt uns, aber wir genießen es. Nach einer imposanten Stadtrundfahrt machen wir uns wieder auf den Weg. Unser Ziel ist das Museum of Flight oberhalb von Haddington. Da wir spät dran sind, erlaubt man uns eine kostenlose Besichtigung des legendären Überschalljets Concorde. Für mich persönlich natürlich einer der Höhepunkte dieser Reise. Wir konnten uns nicht satt sehen innerhalb und außerhalb dieses Supervogels. Danach ging es wieder in unser Quartier in Edinburgh.

07.08.
Während der Weiterfahrt Richtung Norden haben wir noch die ausgemusterte königliche Jacht Britannia besichtigt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie die Royals auf diesem Schiff gelebt haben. Weiter dann über die A90, M90 und A9 nach Inverness in Schottland. Halt haben wir in Pitlochry gemacht, um uns das dortige Hydro – Wasserkraftwerk anzusehen. Die nächsten zwei Nächte wohnten wir in Tore,  7 Meilen nördlich von Inverness.  Das B&B Roadside Croft war spitzenmäßig. Mrs Maclennan hat uns fast schon bemuttert. Typisch für die Gastfreundschaft der Schotten. Unser Abenessen nahmen wir im Hotel Musslochy ein.

 08.08.
Auf in die Stadt Inverness mit Besichtigung der Burg, in dem sich heute die Polizeistation befindet, Kathedrale und ein Museum. In einem Bekleidungsgeschäft, unter anderem für Schottenröcke, haben wir uns intensiver umgesehen. Diese Muster und Farben der Röcke mit ihrem Zubehör waren doch sehr beeindruckend.  Danach haben wir uns die nähere Umgebung angeschaut. Bis nach Alness, rund um Black Isle und bis nach Muir of Ord. Im Cromarty Firth konnten wir schon eine Reihe von Bohrtürmen sehen. Bei unserer Heimkehr wurden wir noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

 09.08.
Nach einem rührenden Abschied von Mrs. Maclennan machten wir uns auf den Weg zum berühmten Loch Ness über die A82. Mit einigen Fotostopps am See entlang (vom Ungeheuer war nichts zu sehen) nach Drumnadrochit, um die dortige Burgruine Urquhart zu besichtigen. Diese Ruine ist in einem gepflegten und gut erhaltenem Zustand. Über Fort William am Loch Linnhe weiter über die A82 (eine wunderschöne Strecke), A85, A84 und M9 nach Linlithgow, ca. 20 km westlich von Edinburgh. Unsere Unterkunft befand sich auf der etwas suddeligen Woodcockdale Farm mit einigen hundert Kühen und vielen Pferden. Endlich wieder „frische Landluft“ und ein Bad für Alle. Aber was solls.




 

 

 

 

 


           

            Burgruine Urquhart

 

 

 
10.08.
Da wir nur 20 Meilen vor Edinburgh sind, fahren wir noch einmal hin, um uns die Burg näher anzusehen. Während  der Wartezeit konnten wir uns mal wieder in unserer Landessprache mit anderen Gästen unterhalten. Nach einem guten Kaffee in einem dort bekannten Cafe mussten wir weiter zum nächsten Ziel:  über die A702 und A74(M) nach Westlington, ca. 3 km nördlich von Carlisle. Der weg führte uns dabei über das durch einen Flugzeugabsturz bekannte Lockerbie  und dem berühmten Heiratsparadies Gretna Green. Heute ein Rummelplatz für Touristen. Unsere Unterkunft Lynebank Guest House war gut und wir konnten dort auch unsere Abendmahlzeiten einnehmen.

 11.08.
Zuerst haben wir uns Carlisle mit seiner Burg und Kirche angesehen. Anschließend Gretna Green, Lockerbie und Dumfries mit einem tollen Marktplatz. Da es dort anfing zu regnen, haben wir uns frühzeitig auf den Heimweg gemacht und die Koffer richtig gepackt.

12.08.
Nach einem gemütlichem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Airport Newcastle. Da wir gut in der Zeit waren, haben wir noch einmal am Hadrianswall Halt gemacht und das Roman Army Museum besucht. Nachdem wir unseren Mietwagen abgegeben und  im Flughafen gegessen haben, hob die Maschine gegen 16.00 Uhr ab nach Köln-Bonn. Von dort nach Hause war, wie anders von der DB zu erwarten, doch ziemlich beschwerlich. Zum einen fuhren im Fahrplan ausgewiesene Züge nicht, zum anderen waren die Bummelzüge auf Grund des anstehenden Weltjugendtages, hoffnungslos überfüllt. Aber das nur am Rande.

 

Es war eine herrlich schöne Reise durch England und Schottland auf der wir viel gesehen und erlebt haben. Uns sind nur freundliche Menschen, vor allem in Schottland, begegnet.

 

           Unsere Reise nach Norwegen zu den Lofoten                         vom 18.Juni bis 15.Juli 2008
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Mittwoch  18.06. .     Nachdem wir am Dienstag gegen 16.00 Uhr unseren Mietwagen    (VW-Bulli 9-Sitzer)  von Pieper geholt und alles gepackt hatten, ging es am Morgen des 18.06. pünktlich um 5.00 Uhr los. Nach ruhiger und schöner Fahrt durch Deutschland und Dänemark, bei gutem Wetter, kamen wir gegen 15.30 Uhr in Hirtshals am Hotel Skagen an. Dieses Hotel hatte ich vorzeitig gebucht. Wir haben kurz den Ort besichtigt und dann beim Italiener gegessen. Frühzeitig suchten wir dann müde unsere Betten auf.


Donnerstag 19.06. .   8.30 Uhr Frühstück und unser Geburtstagskind Toni herzlich gratuliert. Anschließend ab zum Fährhafen und Einschiffung nach Kristiansand. Nach regnerischer und etwas unruhiger Fahrt kamen wir um 15.40 Uhr dort an und fuhren zügig über die E39 weiter nach Mandal. Dort bezogen wir dann unsere vorbestellten Zimmer im Hotel Solberg. Nach einiger Suche fanden wir ein gutes Speiselokal und aßen dort (teuer) zu Abend. Anschließend sahen wir uns das mit Spannung erwartete EM-Fußballspiel Deutschland – Portugal an und freuten uns natürlich über den Sieg unserer Elf mit 3 zu 2.

Freitag 20.06.        Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es weiter nach Flekkefjord. Von dort auf die Rv44 über Egersund und die Rv13 zur Fähre Lauvvik – Oanes, wo wir einige Zeit warten mussten. Die Fahrt an der Küste entlang war wunderschön mit immer wechselden Landschaften wie gewaltige durch die letzte Eiszeit glatt geschliffenen Felsen, grünen Auen und weiten Wäldern.  Unser Ziel war heute Tau am Fognafjorden. Nach einigem Suchen fanden wir dann eine schöne Unterkunft. Den Abend verbrachten wir recht gemütlich mit Sekt und Abendsessen. Das Wetter war heute durchwachsen mit Schauern und etwas Sonnenschein.



Samstag 21.06.          Ein reichhaltiges Frühstück in unserer „Hütte“ verschaffte uns die richtige Grundlage für den heutigen Tag. Start zur Weiterfahrt erfolgte  um 9.00 Uhr. Von Tau aus ging es zunächst zur Fähre Hjelmeland  -  Neswik, wo wir ca. eine Stunde warten mussten. Die weitere Strecke führte uns durch eine wunderschöne Landschaft mit immer wieder wechselden  Aussichten und Eindrücken wie Fjorde, sanftes alpines Terrain, viele Wasserfälle und Wälder, über Sand, Horda und Odda. Beim Einkauf in Sand konnten wir eine Sammlung alter Opel Blitz aus der Nachkriegszeit bewundern. Da kamen bei mir alte Erinnerungen hoch.   Nicht zu vergessen den gewaltigen, 165 m abfallenden Zwillingswasserfall Lätefossen. Kurz vor Utne folgten wir dem Hinweisschild zu einer Hütte. Der Weg führte uns über eine Schotterstraße bergan zu einem Bauernhof ca. 260 m hoch gelegen. Von der Bäuerin bekamen wir ein altes, aber liebliches Häuschen zugewiesen. Überall waren die Spuren vergangener Zeiten zu sehen. Sofort wurde der „Bollerofen“ befeuert und eine wohlige Wärme breitete sich aus. Wir fühlten uns „sauwohl“ in Rogdo bei Familie Utne. Hinzu kam noch der wunderschöne Ausblick auf den  Sörfjorden. Mit einem gemütlichen Abend und dem Fußballspiel NL – RUS ging dieser schöne Tag zu Ende.


Sonntag 22.06.          Auf zur nächsten Etappe nach einem reichhaltigen Frühstück. Durch Utne zur Fähre, um nach Kvamdal überzusetzen. Dann weiter auf der Rv13 über Voss und Vinjo zur  Fähre Vangsnes nach Dragsvig. Nach  1,5 Std Warte- und Fährzeit fuhren wir    über Vigsdalen Richtung Fjorde. Die wunderschöne Fahrt durch eine „Nochwinterlandschaft“ und über enge Passstraßen zurück ins Tal war ein besonderes Erlebnis. Eine tolle Aussicht genossen wir in Vikjaver beim Genuss von Waffeln mit Erdbeercreme. Unsere Quartiersuche gestaltete sich heute einfach. In Fassenden bekamen wir eine schöne urgemütliche Hütte. Unsere Damen bereiteten heute ein Superabendessen mit Lachs, Salat, Kartoffeln usw., zu.  Es hat ganz lecker geschmeckt und in gemütlicher Runde klang der Tag aus. Das Wetter hatte sich heute gut gehalten. 231 km.




 

Montag 23.06.           Diesen Tag sollte man eigentlich nicht erwähnen. Regen, Regen, Nebel und schlechte Sicht. Die heutige Etappe sollte doch eine der schönsten sein. Zunächst auf der E39/E5 über Sky nach Bykelo. Von dort auf die Rv60 über eine Serpentinenstrecke durch winterliche Hochebenen und am Nordfjord entlang nach Stryn. Geiranger mit Geirangerfjord konnten wir nur bei tief hängenden Wolken erleben. Genauso erging es uns auf der Strecke des bekannten Trollstiegen mit seinen 11 Haarnadelkurven. Die Fähre, die uns von Eisdalen nach Lingen beförderte, erreichten wir noch als letztes Fahrzeug. Unser Ziel Andalsnes war dann schnell erreicht und wir machten uns auf Hüttensuche. Das Glück war uns auch heute hold und in Innfjorden am gleichnamigen Fjord wurden wir fündig. Eine geräumige Hütte war wieder unser Domizil. Dann wurden unsere Frauen aktiv und das Abendessen war wieder Spitze. 320 km


Dienstag 24.06.          Wie gehabt wieder Regen. Pünktlich um 9.00 Uhr bereit zur Abfahrt. Unsere Fahrt ging heute zunächst zur Fähre Vestnes – Molde und weiter mit der Fähre Bremsnes – Kristiansund nach Kristiansund. An eine Aufnahme oder Stadtbummel war nicht zu denken. Regen in Strömen. Weiter über die Rv70 unter den Freifjorden hindurch (5,8km) auf die E39 Richtung Trondheim, mit Benutzung der Fähre Karnestraum – Halsa. Nach einem Einkauf bei COOP in Vagland ging es weiter. Während der Fahrt hielten wir Ausschau nach einer Unterkunft und fanden diese in Vinjeora. Die Opsal Turisthütte war wieder ein kleines Juwel in dieser wunderschönen Landschaft. Wie an den Abenden zuvor wurden wir Männer wieder mit einem vorzüglichen Essen verwöhnt. Hoffentlich sehen wir bald die Sonne wieder.


Mittwoch 25.06.        Heute scheint es etwas besser zu werden. Die Sonne war manchmal zu sehen bei 10 Grad. Die E6 führte uns über Trondheim nach Steinkjer. Hinter Steinkjer fuhren wir auf die Rv 17. Die Rv 17 ist eine beliebte Touristenstraße fernab vom großen Strom der Wohnmobile und –wagen. Wir folgten dieser Route über Namsos und Overhella bis Swedde. Einfach einem Bettenschild folgend, bekamen wir in einsamer Gegend wieder ein komplettes Haus. Der Preis war heute Verhandlungssache. Beide Bolleröfen wurden befeuert und es war  wie an den Vortagen, recht gemütlich. Der Gewinn der deutschen Nationalmannschaft bei der EM war dann der krönende Abschluss des Tages. 347km


Donnerstag 26.06.     Zur gewohnten Zeit gegen 9.00 Uhr setzten wir unsere Reise fort. Über Hoylandet und Foldereit, immer auf der Rv17, gelangten wir nach Holm und setzten mit der Fähre über nach Vennesund. Seitlich an Brönnöysund vorbei zur nächsten Fähre Horn – Anndalsvagen. Nach 17 km dann die dritte Fähre Forvika – Tjotta erreicht. Da wir auf dem weiteren Verlauf  über Sandnessjöen keine Unterkunft fanden, benutzten wir noch die Fähre Levang – Nesna. Dort wurden wir in der Ferienanlage Og Motels AS fündig. Wieder eine große Hütte mit allem Drum und Dran, sogar mit Spaghetti. Das Spiel Russland - Spanien bildete unserem Tagesabschluss.  Eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft begleitete uns auf dem Weg  in Küstennähe. Nackte Felsen wechselten mit grünen Auen und bewaldeten Höhen ab.
Auch die Sonne ließ sich häufiger sehen. Erwähnenswert ist noch die  Helgelandsbrücke.            
 

Freitag 27.6.       Die Sonne scheint. Weiter geht's durch reizvolle Gegenden und über die 17 und 12 nach Mo i Rana. Es könnte an vielen Stellen ein Fotostopp eingelegt werden. Wir nehmen die E6, um schneller zum Ziel, die Lofoten, zu kommen. Nach einiger Zeit war der Polarkreis erreicht. Natürlich mussten ein paar Fotos gemacht werden. Und das bei 8°C. Danach weiter nach Fauske, dort eingekauft und auf der weiteren Fahrt nach einem Quartier suchen. In Mörsvik wurden wir auf dem dortigen Campingplatz fündig. Hier vereinbarten wir noch einen Treff mit Hugo für den Samstag in Laupdal, unserem endgültigen Ziel.

 
Samstag 28.6.      Ein strahlend blauer Himmel begrüßte uns heute Morgen. Aufgrund eines solchen Anblicks und eines guten Frühstücks liefen wir zu Hochform auf. Heute stand unsere letzte Etappe auf dem Weg zu unserem Ferienhaus an. Nach ruhiger Fahrt durch eine faszinierende Landschaft erreichten wir noch die Fähre um 10:30 Uhr von Bognes nach Lodingen. Nachdem wir nach einer Stunde die Fähre verließen, setzten wir unsere Fahrt über die teilweise mit vielen Tunnels neu erbauten E10 nach Laupstadt am Austnesfjord fort. Um 13:30 Uhr bezogen wir unser blitzblankes Häuschen der Familie Frode und Ellen Stinnevollen. Auf der Terrasse war es am Nachmittag richtig warm, und wir konnten die Sonne so richtig genießen. Gegen 16:00 Uhr bekamen wir den geplanten Besuch von Hugo und Elisabeth. Sie waren mit ihren Wohnmobil in Norwegen unterwegs. Wir haben uns riesig gefreut und es wurde erstmal angestoßen und viel, viel erzählt. Den Abend verbrachten wir dann gemütlich zusammen. Die Sonne hat die ganze Nacht geschienen und die Bergspitzen in gelbes Licht getaucht. Solch ein Anblick um Mitternacht bleibt unvergesslich. (km 183)

                                                                                                                                                               

Sonntag 29.6.      Ab heute konnten wir morgens die Betten etwas später verlassen, da ab jetzt für die nächsten acht Tage keine bestimmte Kilometerzahl angesagt war. Unsere Freunde wurden stürmisch verabschiedet und wir fuhren gemächlich Richtung Svolvär. Der Anblick dieses Städtchens war doch etwas schockierend. Riesige Baustellen und verdreckte Ecken waren nicht gerade „Norwegisch“. Nach unserem Besuch 2002 hat diese „Hauptstadt der Lofoten“ sich sehr zum Nachteil verändert. Da wir schon auf kleiner Entdeckungstour waren, besuchten wir noch das Lofoten Aquarium Kabelvag, wo Meer und Land sich begegnen. Eine interessante Anlage. Erwähnenswert ist noch die Lofoten Kathedrale von 1898 kurz vor Kabelvag. Um 20:45 Uhr waren wir bei unseren Gastgebern zum Endspiel der Europameisterschaft 2008 herzlich willkommen. Spanien gewann mit eins zu null gegen Deutschland und es gewann damit  die bessere Mannschaft. Gegen 23:00 Uhr starteten wir Richtung Laukvika um einen Blick auf die Mitternachtssonne zu werfen. Leider schoben sich hartnäckig ein paar Wolken vor die Sonne, so dass wir nur diese Stimmung einfangen konnten. Nach einem Tag mit einigermaßen gutem Wetter fielen wir gegen 1:00 Uhr in die Betten.

Montag  30.06.       Heute konnten wir einen sonnigen und warmen Tag erleben. Selbst ein Kuckuck erfreute uns mit seinem Gesang. Im Laufe des Vormittags starteten wir zu einer Rundtour über Fiskeböl, durch Feucht- und Dünenlandschaften, Laukvika, Svolvaer nach Hennigsvaer. Dieses Städtchen mit seinen malerischen Häfen und den bunten Häusern wirkte einem besonderen Zauber auf uns aus. Gemütlich konnten wir bei strahlendem Sonnenschein am Wasser unseren Kaffee genießen Die Aussicht auf die umliegende Gegend mit seinen spitzen Felsen und Bergen, den grünen und bunten Wiesen, faszinierte uns aufs Neue. Auf dem Rückweg legten wir in Svolvaer eine Einkaufspause  ein, um unseren Lebensmittel -bedarf wieder aufzufüllen. Diese Stadt war heute, im Vergleich zum Sonntag, voller Leben, Menschen und Geschäftigkeit. In unserem Haus wieder angekommen, wurde ausgiebig die Sonne genossen und gemütliche Kaffee getrunken. Albert, Renate und ich unternahmen dann eine 1,5-stündige Wanderung, um unsere vom vielen Sitzen verwöhnten Muskeln wieder in Schwung zu bringen. Das Abendessen war dann schnell zubereitet und wie immer äußerst schmackhaft. Da wir heute Nacht einen weiteren Versuch, die Mitternachtssonne zu beobachten, starten wollten, nutzten wir die restlichen Stunden um eine Mütze Schlaf zu nehmen. Mitternacht fuhren wir wieder nach Laukvika und wurden durch den Anblick auf die über dem Horizont wandernde Sonne voll entschädigt. Diesen Anblick und die Atmosphäre werden wir nie vergessen. Zuhause angekommen, waren die umliegenden Berge schon wieder in gelbes Licht getaucht. Zufrieden und müde ging dieser Tag zu Ende.

Dienstag 1.7.        Nach einer sonnigen Nacht machte sich heute Morgen dicker Nebel bis tief ins Tal breit. Also erstmal ruhig frühstücken und abwarten. Gegen Mittag machten wir uns trotzdem auf den Weg nach Svolvaer um einzukaufen, Bummeln und das Kriegsmuseum zu besuchen. Alle dort ausgestellten Stücke aus dem 2.Weltkrieg wurden von einer Person zusammen getragen. Am Nachmittag machten wir es uns dann wieder im Häuschen gemütlich. Auch solch ein Tag muss sein.

Mittwoch 2.7.      Unseren Plan, bis ans Südende der Lofoten nach Ä zu fahren, konnten wir auf Grund des immer besser werdenden Wetters, in die Tat umsetzen. Eine wunderschöne Fahrt auf der E10, bzw. 815, über Leknes, Sund und Reine nach Ä. Bei strahlendem Sonnenschein erschienen die senkrecht aufragenden Berge und Felsen mit teilweise grünen Matten wie ein Bild von unvergleichbarer Schönheit. Hinzu kamen noch das tiefblaue und ins Grünliche scheinende Wasser der Fjorde und Seen. Dieser Teil Norwegens so weit jenseits des Polarkreises ist einfach wunderschön und wohl einmalig auf der Welt. Reich an unzähligen Eindrücken und Bildern kehrten wir pünktlich zum Abendessen wieder in unser Häuschen zurück. Nach dem Abendbrot unternahmen wir noch einen 6 km langen Spaziergang bei vollem Sonnenschein. Somit hatten wir wieder einen tollen Tag erlebt.

Donnersteg 3.7.    Ein strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen begrüßten uns heute morgen. Dazu das Geschrei eines Austernfischerpaares mit ihren drei Küken, welche es zu bewachen galt. Unser Ziel war heute Digermulen am Raftsundetfjord. Von dort konnten wir auch in den durch die Hurtigroute bekannten Trollfjord sehen. Leider bekamen wie kein Schiff zu sehen, aber die umliegende Landschaft hat uns hinreichend entschädigt. Am Nachmittag nahmen wir ein ausgiebiges Sonnenbad und es wurde auch gewandert. Da wir für den heutigen Abend eine Tisch im Restaurant „ Börsen Spiseri“ auf der Insel Svinöya reserviert hatten, bot sich vorher noch die Gelegenheit, unsere Speisevorräte im „Amfi“ Svolvaer zu ergänzen. Um 18:00 Uhr fanden wir uns dann im Lokal ein und genossen einen Stockfisch Royal mit Gemüse und so weiter. Nach einem kleinen Rundgang durch die City machten wir uns wieder auf den Heimweg zum Häuschen, und am hellen Abend ab in die  Betten.               

Freitag 4.7.   Wir ließen es heute  langsam angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück und Füllen unseres  Picknik-Rucksacks, machten wir uns auf zu einer Wanderung in die nähere Umgebung und Natur. Nach steinigem Auf und Ab erreichten wir einen Picknikplatz und ein für Wanderer eingerichtetes Tipizelt. Dieses war mit allem Möglichen bestückt, einschließlich Rentierfellen für die kalte Jahreszeit. Das Beobachten der Natur bei strahlend blauem Himmel und einem Imbiss bescherte uns sogar ein Seeadlerpärchen, welches hoch oben seine Runden drehte. Nach unserer Rückkehr hieß es dann nach dem Kaffee die Koffer packen für die Abreise am nächsten Tag. In aller Ruhe ging unser letzter Tag auf den Lofoten zu Ende. Insgesamt fuhren wir auf dieser Inselgruppe 861 km.

Samstag 5.7.    Heute heißt es Abschiednehmen von unserem Häuschen und von den Lofoten. Und das bei tiefblauen Himmel und starkem Wind. Da geplant war, 15:00 Uhr die Fähre nach Skutvik zu benutzen, hatten wir ausreichend Zeit, unser Gepäck zu verstauen, in Ruhe zu frühstücken, einen Bummel durch das Kaufhaus Amfi zu machen und noch einige Besorgungen zu erledigen. Früh genug, 2,5 Stunden vor Abfahrt, reihten wir uns in die Reihe der Wartenden ein. Als es dann endlich soweit war, wurden vor unserer Nase die Schranken geschlossen und wir und der ganze Rest, hatten das Nachsehen. Ohne eine Information wurden wir einfach stehen gelassen. Aber es nützte alles nichts, wir fuhren zurück und zur  Fähre Bödingen - Bognes und erreichten unsere Unterkunft auf dem Campingplatz Sörkil Fjordcamping. Da wir die Hütte vorzeitig per Telefon gebucht hatten, gab es keine Probleme. Nachdem unsere Frauen uns wieder mit einem vorzüglichen Abendessen verwöhnt hatten, genossen wir den Abend bis in die Nacht bei hellem Sonnenschein.

 
Sonntag 6.7.      Nach einer geruhsamen, aber wie immer tagheller Nacht, machten wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg. Ab heute weiter nach Süden über den Polarkreis, bei in hellem Sonnenlicht getauchte Landschaften über Mo i Rana zu unserem heutigen Quartier Yttervik Camping. Freundlicherweise wurden wir von einer Dame des letzten besetzten Campingplatzes nach hier her empfohlen. Die circa 20 km, die wir zurückfahren mussten, fielen dabei nicht ins Gewicht. Unsere zugewiesene Hütte erwies sich wieder als kleines Schmuckstück. Mit dem Schlafen war es wieder so eine Sache, wenn um 2:00 Uhr nachts einem die Sonne ins Gesicht scheint. Aber es reichen bei diesen Verhältnissen schon einige Stunden Schlaf aus. Auch dieser Tag ging für uns, rundum zufrieden, und mit neuen Plänen für den nächsten Tag, zu Ende.

 
Montag 7.7.   Weiter gen Süden. Wie immer gegen 9:00 Uhr auf zur heutigen Etappe. Die E6 wurde zunehmend von norwegischen Urlaubern befahren. Durch unzählige Tunnels und kurvenreicher Strecke bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h fuhren wir über Mosjoen und Steinkjer, unterbrochen von einigen Pausen und einem Einkauf, dieses doch ziemlich unbewohnte Teilstück, aber bezaubernde Landschaft, weiter. Die Unterkunftssuche gestaltete sich schon eher schwierig. Aber auf dem Campingplatz Koa bei Hyla wurden wir fündig. Zwei Hütten mit geringem Standard nannten wir unser Eigen. Zentrale Duschen und Toiletten waren für unsere Damen völliges Neuland. Aber das schöne Wetter und die tolle Aussicht entschädigten uns  für diese kleinen Unannehmlichkeiten. Ach, ehe ich es vergesse, unterwegs überholten wir einen Radfahrer, aber kein normaler, sondern der Fahrer befuhr mit einem Hochrad von anno dazumal die Straße.

 
Dienstag 8.7.    Die Sonne meint es schon am frühen Morgen wieder gut mit uns. Nach einem reichhaltigen Frühstück und kleiner Morgentoilette ging's weiter. Unser nächstes Ziel auf unserer heutigen Etappe war Trondheim. Wir besichtigten den Nidarusdom und wurden dort in deutscher Sprache in Kurzform über die Geschichte Norwegens informiert. Nach einem kurzen Stadtbummel verließen wir dieses sehenswerte Städtchen wieder und fuhren über die E6 und RV30 Richtung Röros. Da es langsam Zeit für eine Unterkunft war, folgten wir spontan einem Hüttenhinweisschild, das uns zu einer ehemaligen Farm führte. Die Besitzerin, Jorum Holden, überließ uns ihre größte Hütte, es war schon ein Haus und mit dem Hausschlüssel begaben wir uns, wie in Norwegen üblich, zunächst auf Besichtigungstour. Wir waren einfach baff, als wir das Innere inspizierten. Die gediegene und liebevolle Einrichtung überzeugten uns sofort und wir planten spontan für zwei Tage. Die Landschaft und die Ruhe konnten wir mit Kanada vergleichen und fühlten uns dem entsprechend. Eine komplett eingerichtete Küche wurde von unseren Frauen in Beschlag genommen und ein herrliches Abendessen auf den Tisch gezaubert. Die Natur lud danach selbstverständlich zu einem Spaziergang ein und wir konnten unsere müden und vom vielen Sitzen lahmen Glieder wieder in Schwung bringen.

Mittwoch 9.7.      Der Plan vom Vortag, diese Hütte für zwei Tage zu mieten, wurde in die Tat umgesetzt. Wir besuchten heute die Stadt Röros, die auch zum Weltkulturerbe der Unesco zählt. Dieses Städtchen wurde geprägt durch den Kupferbergbau und seinen alten Holzhäusern. Alles in einem gepflegten  Zustand und gut erhalten. Ein Besuch in der dem Bergbau gewidmeten Kirche war natürlich ein Muss. Nach einem mehrstündigen Bummel fuhren wir dann zurück in unser „Schloss“. Auf unserer Terrasse genossen wir eine sonnige Mittagspause mit Lesen und Dösen. Ein ausgedehnter Spaziergang von eineinhalb Stunden schloss sich dann an und steigerte unseren Appetit aufs Abendessen. Gemütlich mit einem Glas Wein ging auch dieser schöne Tag zu Ende.
 
 Donnerstag 10.7.      Ein Tag so schön wie die anderen. Heute wollten wir eine Hälfte des Weges nach Bergen fahren. Die Route führte uns über Tynset(30), Folldal(29), Ringebu(27) und Beitostölen(51) nach Vang(E16). Wie jeden Tag die spannende Suche nach einer Bleibe. Nach einigen nicht zufrieden stellenden Unterkünften auf Campingplätzen fanden wir abseits der Straße einem Bauernhof mit einigen Angeboten von Hütten. Von der Familie Siegrid und Knut Nefstad (Hugasy Hyttegrend) bekamen wir eine Hütte in luftiger Höhe (ca.800 mtr) zugewiesen. Hinzu kam noch ein fantastischer Ausblick auf Seen und Berge. Hatten wir wieder ein Glück. Unterwegs besichtigten wir auch noch die Stadtkirche in Heilo. Besonders hervorheben möchte ich die schöne Landschaft des Gudbrandsdalen, von Oppland, Hedmark, Rondaro und Aust – Jotunheimen.

 
Freitag 11.7.     Heute war Alberts Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch. Er hatte sich einen sonnigen Tag ausgesucht. Der schöne Ausblick hat uns heute Morgen wieder fasziniert und in Stimmung gebracht. Unser heutiges Ziel sollte die nähere Umgebung Bergens sein. Also ging es weiter auf der E16  über Fläm und durch die längsten Tunnels Nordeuropas. Mit jeweils 25 km der Laerdalstunnel, mit 8 km der Flenjatunnel und mit 12 km der Gudvangatunnel. Außerdem durchfuhren wir unzählige kleinere Tunnel zwischen 400 m und 4 km. Also ein richtiger Tunneltag. Als wir die RV sieben erreichten, begannen wir mit der Hüttensuche. Heute mussten wohl alle unterwegs sein, denn alle Campingplätze waren voll. Am Ende der RV 580 wurden wir dann doch noch fündig. Hier ergatterten wir zwei Appartements auf dem Campingplatz  Midtun mit Koch- und Waschgelegenheit und mieteten für zwei Nächte, da am Samstag Bergen auf dem Programm stand. So waren wir am Abend wieder froh und bester Laune.

 
Samstag 12.7.   Für Bergen und Umgebung typisch, machten sich dunklen Regenbogen am Himmel breit, aber der Regen hielt sich, bis auf einige Schauer, zurück und wir fuhren gegen 10:00 Uhr nach Bergen. Das Parkhaus am Bahnhof war nach einigen Runden durch das Gewirr an Straßen erreicht. Der bekannte Fischmarkt war unser erstes Ziel. Fisch und Sonstiges aus dem Meer gab es dort im Überfluss. Eine Rundfahrt mit der Straßen – Bergenbahn  brachte uns die Stadt etwas näher und bis in eine Höhe von zirka 150 m. Eine tolle Aussicht erwartet uns. Aber es musste noch etwas höher sein und die „Floibanen“ war genau das Richtige. Die Floibanen sind zwei gegenläufige Seilkabinen und brachte uns in 7 Minuten auf eine Höhe von 320 m. Dort oben lag uns Bergen im wahrsten Sinne zu Füßen. Bei einer Tasse Kaffee konnten wir auch das Einlaufen eines Hurtigrutenschiffs verfolgen. Wieder unten angekommen war natürlich ein Stadtbummel fällig. Noch zu erwähnen ist der Genuss von Fisch and Chips um die Mittagszeit auf dem Fischmarkt. Sehr lecker! Der Weg aus Bergen heraus war dann kein Problem und wir erreichten gegen 16:00 Uhr wieder unsere Apartments auf dem Campingplatz Midtun. Nach einem Kaffee blieb heute unsere Küche kalt. Wir nutzten die Möglichkeit, in der er der Rezeption angeschlossene Gastronomie zu essen und hatten unseren Spaß mit dem Organisator der Küche. Heute waren wir von Stadt und Bummel in Bergen etwas müde und gingen daher früh in die Federn.

 
Sonntag 13.7.     Pünktlich um 9:00 Uhr steuerten wir unser nächstes aber noch unbekanntes Ziel an. Über die E39 ging es, unter Benutzung zweier Fähren, weiter nach Stavanger. Dort entschlossen wir uns die Rv44 an der Küste entlang zu benutzen, da die Wahrscheinlichkeit, eine Unterkunft zu finden, hier am größten war. Die Suche an unserem vorletzten Reisetag gestaltete sich dann doch etwas schwierig aber wie heißt es so schön: wer suchet er findet. Auf dem Bakkaäno-Campingplatz fanden wir schließlich unser kleines und gemütliches Häuschen. Renate und Toni bereiteten uns ein letztes Mal ein schmackhaftes Abendessen zu und in der schönen Landschaft schmeckte es uns wieder besonders gut. Nach einem kleinen Spaziergang saßen wir noch gemütlich zusammen und ließen das bis hierher Erlebte noch einmal Revue passieren.

 

Montag 14.7.     Frühmorgens wurde mir von meinen Mitstreitern zum Geburtstag gratuliert. Damit war ich der Dritte im Bunde, der in diesen vier Wochen ein Jahr älter wurde. Gegen 10:00 Uhr brachen wir zu unserer letzten Etappe in Norwegen auf. Wie auf dem Hinweg durch eine zerklüftete steinige Gegend, in der alle diese Steinriesen in der letzten Eiszeit vor circa 10.000 Jahren wie Bälle rund geschliffen wurden. In Serpentinen ging es rauf und runter und wir waren aufs Neue von dieser einmaligen Natur überwältigt. Am Nachmittag erreichten wir dann Kristiansand, unseren Fährhafen. Im Budget Hotel hatte ich zwei Zimmer gebucht, da die Fähre am Mittwoch schon um 8:00 Uhr ablegte. Nach einer gemütlichen Geburtstags Kaffee Runde konnten wir einchecken und bezogen unsere Zimmer mit Etagenbetten. Da unsere Frauen in den letzten Wochen alles Erdenkliche für unser Wohl getan hatten, wurde heute Abend in einem netten italienischen Restaurant Pizza und Pasta verspeist. Dann hieß es für uns in die Betten und den Wecker auf 5:00 Uhr stellen.

 
 
Dienstag 15.7.    Wie schon erwähnt, hieß es um 5:00 Uhr raus aus den Federn und ab zur Fähre. Riesengroß lag die Speed 1 der Color Line schon im Hafen. Trotz unserer frühen Ankunft kamen wir fast als letzte aufs Schiff und hatten natürlich kaum noch einen Sitzplatz. An der Bar ergatterten wir noch knapp zwei Hocker, damit wenigstens unsere Damen Platz nehmen konnten. Der lang ersehnte Kaffee schmeckte dann besonders gut. Fazit: wenn möglich nicht zur Ferienzeit der Norweger ihr Land besuchen. Nach ruhiger Überfahrt erreichten wir 11:45 Uhr Hirtshals und machten uns auf die letzten 1200 km nach Hause.

Dieser Urlaub war wieder spitzenmäßig!!!!

 Unsere gesamte Fahrstrecke betrug 7395 km.

  


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Reise nach Norwegen vom 11.06. – 27.06.2010 zur Dybingfarm on the Lake nahe Egersund.

                                                               Mit Albert und Toni!

11.06.. Heute heißt es um ca. 1 Uhr aufstehen. Punkt 2:30 Uhr erscheint Albert und Toni mit unserem gemieteten VW-Bulli von Pieper und auf geht’s, bei schwülen Temperaturen von 20 Grad. Der Verkehrsfunk sagt eine Vollsperrung der A1 ab Oyten an. Wir tasteten uns durch Bremen und Umgebung bis zur nächsten Auffahrt durch. Von da an lief alles gut, bis aufs Wetter. Es wurde immer schlechter und kühler. Zusätzlich kam Nebel auf, sodass die tollen Brücken über den großen Belt und den Öresund kaum zu erkennen waren. Gegen 16.00  Uhr  erreichten wir unser 1. Etappenziel Rasta  Hallandsäsen in Bästad Schweden.   
Es war eine optimale Unterkunft und gegen 22.00 Uhr fielen wir müde in unsere Betten.

12.06.  Nach einem guten Frühstück brachen wir gegen 8:00 Uhr auf zum Endziel Dybing-Farm on the Lake in Südnorwegen. Die Fahrt bis ins norwegische Moss fand durchweg bei Regen statt. Nach der halbstündigen Fährüberfahrt nach Horten dann weiter auf die E18. Immer wieder gab es heftige Schauer und dazu endlose Baustellen. Die E18 wird wohl größtenteils zu einer Autobahn ausgebaut. Vor uns lagen noch ca. 400 km bis zum Ziel. Zu den erlaubten 80 km/h kamen noch endlose Beschränkungen auf 50-60- und 70 km/h dazu. Da hieß es nur Ruhe bewahren. Schließlich und endlich erreichten wir unser Feriendomizil gegen 20 Uhr. Weit ab von Trubel und Verkehr bezogen wir unser Haus (Gurihouse). Die Besitzerin Gudbjorg Dybung Chesnut empfing uns aufs freundlichste und machte uns mit allem vertraut. Ein wunderbar eingerichtetes Haus im Stil der 50er Jahre. Um 23:00 Uhr wurde es dann langsam dunkel und gegen 0.30 ging dieser Tag zu Ende.

13.06.  Heute standen Faulenzen und Erkundung der näheren Umgebung auf dem Programm. Die Umgebung entsprach natürlich unseren Erwartungen: Wasser, Berge, Wälder, Grüne Wiesen und Abgeschiedenheit. Uns stand alles zur Verfügung, vom Grill bis zur Waschmaschine. Unser Fernseher hatte eine Macke, wurde aber von Gudbjorg behoben, sodass wir die Fußball-WM nicht verpassen konnten. Deutschland gewann 4 zu 0 gegen Australien.

14.06. Was für ein Morgen! Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel in unser Tal. Heute wollen wir den Lysefjord besuchen. Dort habe ich 1987 mit Dieter Banach schon eine Paddeltour unternommen. Über die E39 und 42 erreichen wir nach einer schönen Fahrt Tonstad. Von dort über die 468 durch Sinnes, biegen wir in Suleskar auf die wunderschöne Strecke nach Lysebotn ab. Vom „Adlernest“ oberhalb des kleinen Ortes haben wir eine überwältigende Aussicht auf den Lysefjord. Die Fahrt nach unten über die serpentinenreiche Strecke weckten wieder zahlreiche Erinnerungen an meine Tour von damals. Nach einem kurzen Aufenthalt in Lysebotn traten wir wieder die Heimfahrt an, nicht ohne in einem COOP-Laden unsere Speisevorräte für die nächsten Tage zu ergänzen. Unsere Frauen dankten es mit einem hervorragendem Abendessen.

 15.06.  Eine Sightseeing-Tour mit dem Schiff von Stavanger zum Preikestolen und Lysefjord soll am heutigen Tag  Tag durchgeführt werden. Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir gegen 9:15 Uhr Richtung Stavanger und konnten direkt am Skagenkai parken. Von dort startete uns er Schiff um 12:00 Uhr Richtung Lysefjord. Die Fahrt gewährte uns immer schönere Landschaften und Aussichten zu beiden Seiten. Folgende Stationen waren von besonderer Schönheit: Das Helleren Fjord Restaurant direkt am Wasser, Fantahälä, eine Felsenhöhle, die nach einigen Landstreichern benannt ist, die Ziegen unter dem Preikestolen, der Preikestolen von unten gesehen 600 m. über dem Meer und den Wasserfall Hengjanefossen mit einer Fallhöhe von 400 m. Nach drei Stunden erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt im Hafen. Auf der Rückfahrt erledigten wir noch einige Einkäufe und genossen abends ein hervorragendes Essen.

 
16.06.  Wieder nur Sonnenschein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Egersund an der Nordsee. Ein wunderschönes Städtchen mit malerischen Häusern, schönen Häfen und etlichen Einkaufsmöglichkeiten. Nach mehrstündigem Bummel machten wir uns wieder auf den Heimweg zu unserem Häuschen. Bei Kaffee und Kuchen genossen wir die Sonne und konnten richtig abschalten. Abends nach dem Essen Stand noch ein kleiner Spaziergang auf dem Programm. Alle in der Umgebung weidenden Schafe schienen uns zu folgen. Es war schon lustig. Hier wird es erst gegen 23:45 dunkel bzw. es bleibt dämmrig bis Sonnenaufgang.

17.06.  Strahlend blauer Himmel! Eigentlich wollten wir heute den Preikestolen erklimmen, aber nach sorgfältigem Abwägen haben wir uns dagegen entschieden. Die erforderliche Trittsicherheit war  bei uns allen nicht gegeben. Sicherheit geht nun mal vor. Darum machten wir uns auf zum Städtchen Flekkefjord. Über die 501 und 44 brauchten wir für 60 km lange Strecke ca. 1,5 Std. Die  zum einen sehr schmale, und zum anderen kurvenreiche Strecke, machten ein schnelles Fahren unmöglich. Eine herrliche Aussicht hatten wir unterwegs am Rastplatz Altmark. Dieser Flecken spielte auch eine Rolle im 2.Welzkrieg. Alles in Allem eine super Fahrt durch diese wunderschöne Landschaft. Bei mir machte sich eine Erkältung mit Husten stark bemerkbar. Abends, wie immer, ein super Essen.

18.06.  Heute hat sich der Himmel mit Schauerwolken bezogen, aber längerer Regen war nicht in Sicht. Nur wehte ein kräftiger Wind, der es draußen sehr ungemütlich machte. Nach einem ausgedehnten Frühstück fuhren wir einkaufen und schauten uns dass Fußballspiel Deutschland gegen Serbien an. Deutschland verlor mit 0:1. Schade. Anschließend war gammeln angesagt.

19.06.  Toni hat heute Geburtstag und der Himmel in tiefen Blau! Herzlichen Glückwunsch. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir dann  nach Moi, einem kleinen Städtchen an der E39 Richtung Kristiansand. Nach einem kleinen Bummel mit Musikeinlage ging es ins Landesinnere. Eine spannende Fahrt ins Ungewisse über eine schmale und kurvenreiche, teilweise nicht geteerte Straße. Als wir am Ende in einen Feldweg landeten, mussten wir umkehren. Es war spannend und wunderbar, durch diese herrliche Natur zu fahren. Am Nachmittag hieß es dann gemütlich Kaffee trinken. Mit Geburtstagskuchen, und nicht zu vergessen, die schwedische Königliche Hochzeit im Fernsehen. Abends warf Albert den hauseigenen Grill an und wir konnten es uns schmecken lassen. Nebenan in den beiden Häusern wurde noch Silberhochzeit gefeiert. Renate und ich unternahmen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang und bald ging es in die Federn.

20.06.  Der blaue Himmel vom Vortag wurde heute durch eine Reihe von Wolken leicht getrübt, aber die Sonne konnte sich dazwischen auch wieder behaupten. Bewegung, sprich Wandern, stand heute auf dem Programm. Nach ca. 10 km bergauf und bergab waren wir zum Kaffee wieder in unserer Bleibe. Jeder spürte, wie ungewohnt solche Touren für uns sind. Aber da mussten wir durch. Es hat viel Spaß gemacht und der Kaffee schmeckte besonders gut. Mit Lesen und ein bisschen Fernsehen klang dieser Tag aus.

21.06.. Der Himmel wieder tiefblau und wolkenlos.  Eine Fahrt durch die wunderschöne Natur stand heute auf dem Programm. Auf der E39 ging es zunächst über Bjerkreim und Vikesä und von dort auf die 503. Dieser folgten wir bis Malmeim und fuhren in die Skiregion von Stavjörn bis ans Ende des Örsdalen. Schafe, Wasser, Felsgestein, Hängebrücken und landwirtschaftliche Betriebe wechselten sich ab. Einfach überwältigend. Nach einer Rast im Tal wieder zurück auf die 503 und bis nach Byrkjedal zur Kerzenzieherei mit Restaurant Byrkjedalstunet. Nach kurzer Besichtigung traten wir wieder den Heimweg an. In unserem Häuschen angekommen, genossen wir die Sonne bei Kaffee und Kuchen. Nach einem guten Abendessen noch ein kleiner Spaziergang mit Renate gemütlichem Beisammensein ging auch dieser sonnige Tag zu Ende.

22.06.. Heute morgen war  der Himmel bewölkt und es war etwas kühler geworden. Aber unser heutiges Ziel Stavanger wurde trotzdem angefahren. Gegen Mittag kamen wir im Zentrum dieser alten Hafenstadt an und fanden auch sofort einen Parkplatz unweit des Ölmuseums. Unsere Frauen machten sich zu einem Stadtbummel auf und Albert und ich besuchten das  norwegische Ölmuseum. Die Ausstellungen informieren darüber, wie das Öl und Gas entstand, wie es gefunden und gefördert wird, und wozu man es benutzen kann. Originalgegenstände, Modelle, Filme und interaktive Ausstellungen vermitteln Eindrücke vom Alltagsleben, über die Technik bis hin zu dramatischen Ereignissen. Zur verabredeten Zeit trafen wir uns wieder und zusammen besuchten wir noch die Stavanger Domkirche mit  ihrem sehenswerten Inneren. Unterwegs nach Hause besorgten wir uns noch Erdbeeren für den Nachtisch. Mittlerweile schien die Sonne wieder von einem wolkenlosen Himmel. Der Abend verlief wieder harmonisch mit einem Gläschen Wien und Leckereien. Dazu noch eine Partie Rummycub.

23.06.. Blauer Himmel und, wie jeden Tag, der Kuckuck in Aktion. Es gab keinen Tag ohne Kuckucksrufe. Heute wurden die Weiden unterhalb unseres Hauses gemäht. Ein kleines Schwätzchen in Englisch mit dem Landwirt ergab ein neues kleines Reiseziel auf der anderen Seite des Sees. Also machten wir uns zum Bauernhof  Röyseland, der ziemlich hochgelegen ist. Ein kurzer Gang über die Wiesen eröffnete uns einen wundervollen Blick auf die Dybingfarm und den See. Zurück wanderten Renate, Toni und Albert etwa 3km. Nachmittags nutzten wir intensiv die warmen Sonnenstrahlen und genossen Kaffee und Gebäck. Endlich wurde dann um 20:30 Uhr das Fußballspiel Deutschland gegen Ghana angepfiffen. Die stark unter Druck stehende deutsche Mannschaft gewann das Spiel mit 1 zu 0 und hatte damit das Achtelfinale erreicht.

 24.06.. Das Wetter hatte sich über Nacht geändert und die Sonne wurde von Wolken verdeckt. Auch einzelne Regentropfen fielen. Aber wir konnten uns ja nicht beschweren nach dem vorangegangenen schönen Wetter. Wir unternahmen noch eine kleine Autofahrt über die 501 nach Eidam, und von dort durch überwiegend landwirtschaftlich genutztes Gebiet nach Helleland an der E39. Bei „unserem“ COOP-Laden kauften wir zum letzten mal etwas ein und tankten dort gleichzeitig. Mit Lesen und Rummycup verging auch dieser vorletzte Tag.

25.06.. Der letzte Tag in Norwegen war angebrochen, mit Schauerwetter und tief hängenden Wolken. Wir konnten heute ausschlafen und gemütlich frühstücken. Albert reinigte noch den Grill und hielt kurz den Wasserschlauch über unser verstaubtes Auto, während ich den Kamin etwas reinigte und den Boden mit dem Staubsauger bearbeitete. Unsere Koffer waren schnell gepackt und wir konnten den Tag ohne Hektik genießen.

26.06.. Unser Abreisetag war gekommen. Die Fahrt ging wieder bis Bästad in Schweden und wir fuhren deshalb zeitig los. Das Wetter wurde immer besser und ab Kristinsand war der Himmel wieder wolkenlos. Bei diesem schönen Wetter wäre  das Fahren eine Wonne, wenn nicht diese endlosen Geschwindigkeitsbeschränkungen in Norwegen gewesen wären. In Schweden wurde dann wesentlich besser.  Nach 12 Stunden erreichten wir wieder unsere Zwischenstation Rasta Hallandsäsen nahe Bästad. Nach einem Abendessen mit Grillkorf (Pommes mit Würstchen) gingen wir zeitig schlafen. Eine Bemerkung am Rande: Wir durchfuhren sage und schreibe 53 Tunnel.

27.06.. Weiter ging es um 7:30 Uhr. Wir waren uns einig, die Reise mit der Fähre von Rodby in Dänemark nach Puttgarden in Deutschland fortzusetzen. Dadurch ersparten wir uns den Teil weiter durch Dänemark und das nördliche Schleswigholstein. Die Weiterfahrt über Hamburg und Hannover verlief problemlos. Wir konnten die Übertragung des Fußballklassikers Deutschland gegen England im Radio verfolgen und freuten uns natürlich über den deutschen Sieg mit 4 zu 1..  Nach kurzer Tankpause in Ahlen  waren wir gegen 18:00 Uhr heil und gesund wieder daheim. Gefahrene Strecke insgesamt ca. 4600 km. Wieder ein ungetrübter Urlaub mit Toni und Albert, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.

 

                                                                                      E N D E

 
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